Die Weltwirtschaftskrise (1929 - 1933) hatte die nach dem Ersten Weltkrieg errichtete globale Ordnung schwer erschüttert. Es kam zum einem Konflikt der etablierten Mächte USA, Großbritannien und Frankreich mit den aufstrebenden „have-nots“ Deutschland, Italien und Japan. Nachdem die Westmächte auf die japanische Eroberung Chinas nicht reagiert hatten, beschleunigte auch Hitler sein Expansionsprogramm: 1938 wurde Österreich „angeschlossen“, 1938/9 die Tschechoslowakei (Müncher Abkommen) eingezogen. Hitler schloß ein Bündnis mit dem faschistischen Italien (Stahlpakt), konnte aber Japan nicht einbeziehen. Außerdem einigte er sich mit Stalin auf einen Nichtangriffspakt einigen (Hitler-Stalin-Pakt, 23. August 1939), um einen Zweifrontenkrieg wie im Ersten Weltkrieg zu vermeiden. In diesem Pakt wurde auch die Aufteilung Polens vereinbart.
Nach dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 erklärten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg. Am 17. September rückte die Rote Armee nach Ostpolen ein, die deutschen Truppen zogen sich bis zur vereinbarten Linie zurück, bis Anfang November wurde Polen vollständig besetzt. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 8. November (durch Elser) wurden weitere Umsturzversuche unmöglich. Am 30. November begann der sowjetisch-finnische Winterkrieg (Ende 12. März 1940), Finnland war nach dem Hitler-Stalin-Pakt sowjetische Einflußsphäre. Im Unternehmen „Weserübung“ (9. April 1940) besetzten deutsche Truppen Dänemark und Norwegen, dabei erlitten sie schwere Verluste zur See vor der norwegischen Küste (alliierte Befreiungsversuche bis zum 10. Juni scheiterten). Ansonsten kam es bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu größeren Kriegshandlungen (drôle de guerre).
Die halbjährige Pause nach der Besetzung Polens hatte die Vorbereitung des deutschen Heeres entscheidend verbessert, als nach der Verlegung an die Westfront die immer wieder hinausgeschobene Westoffensive (10. Mai 1940) begann. Alliierte Verbände rückten auf die Nachricht von der deutschen Offensive nach Belgien ein und wurden bei Dünkirchen eingeschlossen. Nach kurzem Kampf erfolgte die Kapitulation der Niederlande (14. Mai) und Belgiens (28. Mai). Mit der Eroberung des Kessels von Dünkirchen durch deutsche Truppen (4. Juni) war die erste Phase des Feldzugs beendet.
Mussolini verkündete den Kriegseintritt Italiens auf deutscher Seite (10. Juni), verzichtete jedoch auf militärische Operationen, kurz darauf bot der spanische Diktoator Franco gegen hohe Bedingungen seine Unterstützung im Krieg an. US-Präsident Roosevelt bot Frankreich materielle Unterstützung an, lehnte aber einen Kriegseintritt ab. Nachdem Deutschland Paris besetzt (14. Juni) und das französische Heer in der Maginot-Linie eingeschlossen hatte, kam es am 22. Juni zu einem deutsch-französischen Waffenstillstand. Die französische Regierung Pétain errichtete in Vichy (Vichy-Regime) ihren Sitz und brach die Beziehungen zu Großbritannien ab, General Charles de Gaulle forderte die Fortführung des Widerstandes. Nach dem Fall Frankreichs konzentrierte sich der Krieg auf Großbritannien, seit dem 13. August wurde ein verschärfter deutscher Luftkrieg geführt. Der Dreimächtepakt Deutschland - Italien - Japan (27. September) sollte ein Eingreifen der USA verhindern, Ungarn, Rumänien und die Slowakei (1941 auch Bulgarien und Jugoslawien) traten bei, eine Einbindung Spaniens und Vichy-Frankreichs scheiterte allerdings.
Im Osten hatte die Sowjetunion die baltischen Staaten (Juni 1940) besetzt, deutsche und italienische Unterstützung Rumäniens gegen eine Eroberung wurde als unfreundlicher Akt gewertet. Verhandlungen mit dem sowjetischen Außenminister Molotow (12. November) über die Abgrenzungen der Interessenssphären endeten ergebnislos, in der Weisung Nr. 21 (18. Dezember) bereitete Hitler die deutsche Wehrmacht auf einen Feldzug gegen die Sowjetunion vor. Der deutsche Angriff auf Jugoslawien und Griechenland (6. April 1941) mit ungarischer Unterstützung endete mit der Aufteilung Jugoslawiens (17. April): ein faschistischer kroatischer Staat (Ustascha-Bewegung), ungarische und bulgarische Besatzungszonen. Griechenland wurde nach der Kapitulation (21. April) von deutschen Truppen besetzt, das britisch besetzte Kreta wurde am 20. Mai erobert.
Die italienischen Kriegshandlungen waren unglücklich: der Angriff auf Griechenland (28. Oktober) konnte von griechischen Truppen gestoppt werden, eine äyptische Offensive kam ebenfalls bald zum Stehen. Die Kräfte in Ägypten wurden von den Briten (9. Dezember) im Zuge einer Gegenoffensive in Nordafrika gefangen genommen. Wegen der Mißerfolge Italiens wurde der Parallelkrieg beendet, Italien mußte sich deutscher Strategie unterordnen (Januar 1941).