Der Befehl \begin{document} markiert das Ende der Präambel und den Beginn des eigentlichen Dokuments. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Befehle aufgeführt.
Der Befehl \maketitle zum Erstellen eines standardisierten Titels (Titel, Autorname, Datum) wurde schon im letzten Abschnitt erwähnt.
Mit dem Befehl \tableofcontents wird ein Inhaltsverzeichnis erstellt, das die Gliederungsebenen des Dokuments (s.u.) enthält. Der Befehl \setcounter{tocdepth}{X} (s. den Abschnitt zur Präambel) legt fest, welche Ebenen ins Inhaltsverzeichnis aufgenommen werden. Standardmäßig werden die obersten drei Ebenen aufgeführt.
Die Befehle \listoftables und \listoffigures legen eine Liste der im Dokument enthaltenen Tabellen bzw. Abbildungen an.
LaTeX bietet eine Reihe von Gliederungsebenen, die als obligatorischen Parameter den Namen des jeweiligen Abschnitts, Kapitels etc erhalten:
part (nur book/scrbook)chapter (nur book/scrbook und report/scrreprt)sectionsubsectionsubsubsectionparagraphsubparagraph
Diese Unterteilung sollte für die meisten Anwendungen ausreichen. Die ersten drei Ebenen werden automatisch nummeriert (s. dazu die Variable secnumdepth im Abschnitt zur Präambel). Um unnummerierte Überschriften zu erhalten, gibt es zu jeder Ebene eine Version mit einem Stern (\chapter*{}).
\par. In den Standardklassen wird zwischen zwei Absätze kein zusätzlicher Abstand gesetzt, stattdessen wird die erste Zeile eines neuen Absatzes etwas eingezogen. Die KOMA Script-Klassen können mit dem Parameter parskip bzw. halfparskip so eingestellt werden, dass sie statt des Erstzeileneinzuges einen größeren oder kleineren Abstand zwischen Absätzen setzen.
LaTeX bietet die aus anderen Textverarbeitungen bekannten Hervorhebungen:
Für eine variable Hervorhebung eignet sich der \emph{}- Befehl. Im Normalfall wird der so ausgezeichnete Text kursiv gesetzt. Sollte aber der Herausgeber eines Bandes oder der Verleger einheitlich eine andere Auszeichungsweise wünschen, kann er alle hervorgehobenen Stellen durch eine Neudefinition des \emph-Befehls umformatieren.
Für Zitate stellt LaTeX zwei Umgebungen zur Verfügung:
\begin{quote} Dies ist ein Zitat. \end{quote}
Diese Umgebung ist für kürzere Zitate gedacht, die sich über maximal einen Absatz erstrecken. Längere Zitate werden in der quotation-Umgebung eingefasst.
\begin{quotation} Dies ist ein längeres Zitat. \end{quotation}
Fußnoten sind in LaTeX ebenfalls sehr einfach zu setzen:
Dies ist der Text\footnote{Und dies ist die Fußnote dazu.}
Die Fußnote erscheint am unteren Rand der Seite, die Nummerierung erfolgt automatisch.
\label{} gesetzt. Auf die Position dieser Marke (Seitenzahl) kann mit dem Befehl \pageref{} verwiesen werden. \ref{} nimmt dagegen Bezug auf den jeweils gültigen Zähler. Das ist in normalen Textabschnitten das jeweilige Kapitel (\section). Innerhalb von Tabellen (\table bzw. \longtable) und Abbildungen (\figure) gesetzte Labels werden dagegen mit der Nummer der Tabelle bzw. Abbildung referenziert. Um auf (dokumentweit durchnummerierte) Beispiele zu verweisen, empfiehlt sich das Paket gb4e.sty, das im Abschnitt „LaTeX für Linguisten“ beschrieben wird.
Jedes Dokument endet natürlich mit dem Befehl \end{document}.