7.5 Islamische Staaten in Ägypten/ Syrien

Die konstante Macht im 11. und 12. Jahrhundert waren die Fatimiden. Sie stellten in der Anfangsphase der Kreuzzüge den Hauptgegner dar, bis sie 1171 von dem Ayybiden Saladin (1169 - 1193) gestürzt wurden. Ohne diese Machtübernahme wäre das Fatimidenreich wahrscheinlich wegen innerer Spannungen zerbrochen. Saladin einte das Reich, löste aber die grundlegenden militärischen Probleme nicht: die Verteidigung des komplexen Gebiets war sehr schwierig. Deshalb wurden soldatische Sklaven (Mamlukken) bei den umliegenden Turk-Völkern geworben. Sie begründeten die militärische Macht des Staates. Während ihre Zahl rasch wuchs, wurde die Gruppe der herrschenden Ayyubiten kleiner, so daß 1260 eine Revolte der Mamlukken das Sultanat von Kairo begründete. 1291 wurden die Kreuzfahrer endgültig vertrieben. Byzanz und Genua beeilten sich, diplomatische Beziehungen mit dem neuen Machtfaktor aufzunehmen.