Adenauers Kurs der Westintegration und der Wunsch nach Wiedervereinigung bildeten seit Gründung der Bundesrepublik ein unauflösbares Spannungsfeld für die Deutschlandpolitik. Zunächst traten die Westmächte und die Bundesregierung nach 1949 für eine Sicherung des status quo ein, erst nachdem die USA 1952 durch die Entwicklung der Wasserstoffbombe 1952 einen Vorsprung im Rüstungswettlauf erzielt hatten und der amerikanische General Dwight D. Eisenhower 1953 die Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte, rückte die westliche Führungsmacht von Trumans Politik einer Eindämmung (containment) des Kommunismus ab. Besonders der neue US-Außenminister Dulles plädierte stattdessen für eine Zurückdrängung (roll-back)der Sowjetunion aus ihrem Einflußgebiet in Osteuropa. Die Entwicklung einer sowjetischen H-Bombe im August 1953 beendete allerdings diese kurze propagandistische Offensive. Eine deutsche Wiedervereinigung war militärisch nicht zu erreichen, schon die Drohung mit einem Angriff hätte einen sowjetischen Präventivschlag provozieren können. Die Neutralität Deutschlands als Kompromiß – von der Sowjetunion vorgeschlagen und von der SPD diskutiert – war mit Adenauer nicht zu machen, er strebte ein westlich orientiertes Gesamtdeutschland an. Die von ihm angeführte „Magnetwirkung“ der wirtschaftlich erfolgreichen Bundesrepublik verstärkte zwar die Fluchtbewegung. Anders als erhofft, reagierte die UDSSR allerdings nicht mit einer Freigabe der DDR, sondern mit der militärischen Niederschlagung der Protestbewegung am 17. Juni 1953 und dem Bau der Mauer 1961.
Im Mai 1955 war mit dem Eintritt der Bundesrepublik in die NATO und der DDR in den Warschauer Pakt die politisch-militärische Blockbildung abgeschlossen. Auf einer Viermächtekonferenz in Genf plädierte die Sowjetunion für Entspannung und für ein blockfreies Deutschland. Weil die westlichen Alliierten auf freien Wahlen als Voraussetzung beharrten, scheiterte die Konferenz. Daraufhin trat der sowjetische Außenminister Molotow Ende Oktober 1955 mit der 2-Staaten-Theorie vor die Presse: Nicht mehr Wiedervereinigung war das Thema, sondern eine „Lösung der deutschen Frage“ durch die beiden deutschen Staaten. Den USA, die angesichts der west-östlichen Annäherung und des atomaren Gleichgewichts eine kontrollierte Abrüstung und eine Übereinkunft mit der Sowjetunion wünschten, wurde der westdeutsche Wunsch nach Wiedervereinigung zunehmend lästig. Adenauer fürchtete ein Ende der amerikanischen Unterstützung, akzeptierte aber trotzdem eine Einladung der sowjetischen Führung nach Moskau (8. – 14. September 1955) in dem Glauben, die UDSSR in seinem Sinne beeinflussen zu können. Obwohl er mit der Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen (30.000) einen großen Erfolg erzielte, mußte er als Gegenleistung diplomatische Beziehungen zur Schutzmacht der DDR aufnehmen. Die westdeutsche Presse warf ihm daraufhin vor, die Teilung besiegelt zu haben. Daraufhin formulierte die Bundesregierung die Hallstein-Doktrin, die jede Intensivierung staatlicher Beziehungen zur DDR als „unfreundlichen Akt“ gegen die Bundesrepublik definierte. Damit gelang es zwar, die DDR bis Mitte der 60er Jahre außerhalb des Ostblocks weitgehend zu isolieren, andererseits schadete sie auch der exportorientierten deutschen Wirtschaft, da sich viele der blockfreien Länder nicht zwischen den deutschen Staaten entscheiden wollten. Mit der Zeit wurde die Doktrin unhaltbar, zumal sie den Aussöhnungsbestrebungen der Westmächte mit Osteuropa zuwiderlief.
In den 50er und frühen 60er Jahren scheiterten noch mehrere Versuche, eine Wiedervereinigung zu erreichen: Der Vorschlag Adenauers an den sowjetischen Botschafter Smirnoff, der DDR einen neutralen „Österreichstatus“ zu geben, wurde von Moskau abgelehnt. Walter Ulbrichts Konzept einer Konföderation zweier gleichrangiger Staaten mit dem Ziel einer sozialistischen Umformung der BRD war für Bonn nicht akzeptabel. Eine Initiative der Bundesregierung vom 2. Juli 1958 für ein alliiertes Gremium zur Lösung der Deutschlandfrage wurde von den Westmächten verworfen. Der Plan Hans Globkes, auf die Anerkennung der DDR fünf Jahre später eine Volksabstimmung über die Wiedervereinigung und über die politische Bindung folgen zu lassen, kam nicht zur Verhandlung. Am 6. Juni 1962 wandte sich Adenauer erneut an Smirnoff und schlug einen „Burgfrieden“ vor: die UDSSR könne die Deutschlandfrage 10 Jahre ruhen lassen, sollte dafür aber die Lebensbedingungen in der DDR verbessern. Eine begrenzte Anerkennung des status quo sollte politische Veränderungen bringen. Letztlich scheiterten alle Vorschläge an ihrer Einseitigkeit: Jede Seite forderte Vorleistungen ohne Gegenleistungen. Erst der SPD-Regierung gelang es in den 70er Jahren mit der Ostpolitik eine Normalisierung des Verhältnisses zu Osteuropa einzuleiten.