Seit 1925 kam es wieder zu einem starken Druck der politisch Extremen und zu einer Militarisierung des politischen Lebens. Im politisch-geistigen Gesamtklima stand eine Kritik am „umständlichen“ Parlamentarismus im Vordergrund, die eine Radikalisierung und den Wunsch nach einem starken Führer förderte. Dies kam bei der Reichspräsidentenwahl 1925 zum Ausdruck. Der Kandidat des „Reichsblocks“, der 78-jährige ehemalige Feldmarschall Hindenburg, siegte im zweiten Wahlgang mit 14 Mill. Stimmen gegen den Kandidaten des „Volksblocks“ Wilhelm Marx (13,7 Mill.). Allerdings siegte Hindenburg nur, weil die Bayerische Volkspartei gegen den Willen des Zentrums seine Wahl empfahl und weil die KPD ihren Kandidaten Ernst Thälmann nicht zurückzog, der 2 Mill. Stimmen auf sich vereinigte. Der demokratiekritische und antisozialistische neue Reichspräsident und die ihn stützenden Parteien bemühten sich, die Stellung des Reichspräsidenten gegenüber dem Parlament zu stärken und die Möglichkeiten der Weimarer Verfassung in ihrem Sinne auszunutzen.
Zur weitverbreiteten Demokratiemüdigkeit gab es bis Ende der 20er Jahre auch eine Gegenströmung, die die SPD 1928 in einer Koalition mit dem Zentrum, der DVP, der DDP und der bayerischen Volkspartei wieder in die Regierungsverantwortung brachte. Im gleichen Jahr wandte sich die Industrie gegen die Schlichtung von Tarifstreitigkeiten durch staatliche Institutionen und sperrte während des Ruhreisenstreits ihre Arbeiter im Ruhrgebiet aus. Dieser Konflikt führte im März 1930 zur Demission der Regierung, da die SPD die Regierungspolitik nicht mehr mittragen wollte. Später wurde den Sozialdemokraten der Vorwurf gemacht, sie hätten das für sie günstige Wahlergebnis nicht wirklich genutzt. In der Folge kam es zur Ausweitung der Präsidialherrschaft Hindenburgs unter Mitwirkung des Reichskanzlers Heinrich Brüning (Zentrum): Das neue Kabinett brachte im Juli 1930 ein Sozialgesetz ins Parlament ein, das abgelehnt wurde. Daraufhin erließ der Reichspräsident eine entsprechende Notverordnung, die ebenfalls abgelehnt wurde. Nach der Verfassung war damit die Ablehnung des Gesetzes endgültig, Hindenburg löste stattdessen den Reichstag auf und erließ das Gesetz erneut als Notverordnung. Auch hier zog sich die SPD zurück und reagierte auf den Verfassungsbruch nicht – wie von einigen gefordert – mit einem Massenstreik.
Bei der folgenden Reichstagswahl im September konnte sich die rechtsextreme NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) von 2,6% (1928) auf 18% steigern, allerdings hielten auch die demokratischen Parteien ihre Stimmenanteile. Die SPD konzentrierte sich nach dieser Wahl noch stärker auf die Tolerierung der Regierungspolitik, sie stimmte einem Mißtrauensantrag gegen den Reichskanzler Brüning nicht zu und enthielt sich bei Abstimmungen über Notverordnungen des Reichspräsidenten. Die Motive waren neben der Angst vor einer Ausweitung der Krise durch verfassungsfeindliche Parteien wie die NSDAP und der Gefahr der Radikalisierung durch Widerstand vor allem die Koalition von SPD und Zentrum in Preußen seit 1919: Die Sozialdemokraten wollten nicht auf Reichsebene gegen ihre Koalitionspartei agieren, und Preußen machte immerhin zwei Drittel des Reichsgebietes aus. Wegen der Zurückhaltung der wichtigsten Oppositionspartei nahm die Bedeutung des Reichstages in den Jahren 1930 bis 1932 auch rapide ab, 1932 wurden nur noch 13 Sitzungen abgehalten (1930: 90). Noch immer scheute die SPD vor einer Mobilisierung der Massen zurück. Bei der Wahl zum Reichspräsidenten 1932 trat gegen den amtierenden Hindenburg Adolf Hitler von der NSDAP an. Die SPD verzichtete auf einen eigenen Kandidaten und unterstützte Hindenburg schon im ersten Wahlgang. Im zweiten Wahlgang setzte dieser sich dann mit 53% gegen Hitler (37%) durch.
Am 20. Juli 1932 rief der neue Reichskanzler Franz von Papen die preußischen Minister Braun und Severing zu sich und teilte ihnen ihre Basetzung mit. Preußen unterstellte er sich selbst, die preußische Polizei der Recishwehr. Der Anlaß für diesen Staatsstreich war der Wahlsieg der NSDAP bei der Preußenwahl im April 1932 und die Weigerung der Regierung Braun/Severing, zurückzutreten. Während die abgesetzten Minister an der Möglichkeit eines Massenprotests zweifelten sprachen sich Julias Leber, Carlo Mierendorf, Theordor Haubach und Kurt Schumacher für einen aktiven Kampf gegen rechts aus.