Der Volkstribun Tiberius Gracchus verteilte den ager publicus neu an die Kleinbauern, um ihnen die Teilnahme am Militärdienst zu ermöglichen, der an ein bestmmtes Vermögen geknüpft war. Der Grund war die massenhafte Verarmung der Bauern bei gleichzeitig hohen Verlusten in den Kriegen Roms, die begannen, das Heer empfindlich zu schwächen. Gaius Marius reformierte dann die Armee und öffnete sie für Freiwillige, die versorgt und ausgerüstet werden mußten. Damit ergab sich das Problem der mittellosen Veteranen, die von ihrem Heerführer eine Versorgung erwarteten und auch bekamen. Diese Versorgung und die längerfristigen Kommandos (z.B. des älteren Scipio und des Marius) führten zur Ausbildung eines Treueverhältnisses, das bald die alten Klientelbindungen an politischer Relevanz überflügelte. Das Heer wurde zu einer politischen Größe.