2.5 Wirtschaft

Die Landwirtschaft war die einzige standesgemäße Beschäftigung für Senatoren. Handel oder handwerkliche Produktion war verpönt. Nach der Einrichtung der Provinzen und der Einnahme riesiger Geldmengen beanspruchten viele Senatoren Teile des ager publicus, des Staatslandes. Die so entstehenden großen Güter konnten wirtschaftlicher produzieren als die Klein- und Mittelbauern, so daß viele Bauern ihre Höfe aufgeben mußten. Auf den großen Landgütern wurde hauptsächlich Wein und Oliven angebaut, wodurch sich die Getreideversorgung verschlechterte.

Die mittellosen Bauern strömten nach Rom und vermehrten dort die plebs urbana, die verelendende Volksmasse. Einige wenige fanden ihr Auskommen im damals blühenden Handel oder Handwerk. Der hungernde Mob wurde zu einem politisch gefährlichen Faktor, der durch Getreide beruhigt werden mußte und von den Demagogen des Senats gezielt eingesetzt werden konnte.