2.1 Ideologie

Grundlage der Republik waren die mores maiorum, die Sitten der Ahnen. Ein grundsätzlich konservatives und traditionsgebundenes Denken bestimmte das Handeln der römischen Führungsschicht. Den Vorfahren nachzueifern, ihre exempla (beispielhafte Taten) zu studieren, galt als einzig legitime Einstellung. Gegen die überkommenen Ansichten zu opponieren, d.h. gegen die Mehrheit des Senats zu stimmen, war revolutionär. Die zweite Säule der Politik war ihre Ausrichtung an der Staatsreligion, der Wille der Götter wurde in jeden Entscheidungsprozeß einbezogen.

Das Verhalten des römischen Bürgers läßt sich mit drei Begriffen beschreiben: