Jahrelang habe ich mich mit der SUS-Compliance von Mac OS X beruhigt, und den warnenden Hinweis auf das geschlossene Apple-Universum mit den Worten von Watts Martin gekontert:
So am I comfortable with the future I see coming? Mostly, yeah. As I've mentioned before, what most people want is not open source (sorry, Andy Rubin), but open data. There's very little I can't play or view (and often–gasp–create or edit) on the
closediPad. And I don't think my ability to program—nay, even hack—my computers is going to be nullified.And, hey, if I’m wrong, there’s always Ubuntu.
Seit der Einführung des Mac App Store und der unverhohlenen Drohung, man wolle die Errungenschaften von iOS back to the Mac
bringen, wird mir allerdings schon etwas mulmig. Was die deutsche Fachpresse nach Kräften unterstützt (Der Anfang vom Ende der Freiheit
). Wer kann mir eigentlich garantieren, dass ALAC, DNG und MPEG-4/AVC in einigen Jahren noch auf dem Mac nutzbar sind? Oder dass sich Textdateien ohne Apple-Signatur auch künftig öffnen lassen?
Mit Panikattacken sollte man offensiv umgehen, und wenn Cory Doctorow und Mark Pilgrim mit Ubuntu 10.10 zufrieden sind, kann dieses neumodische Linux-Zeug so schlecht nicht sein (obwohl mein Klon vor kurzem den umgekehrten Weg beschritten hat). Auf weniger konsistent umgesetzte Human Interface Guidelines bin ich gefasst (und ich verneige mich in Demut vor der Frustrationstoleranz der HIG-Autoren von Gnome und KDE). Mir nach, Leserin!
bash, grep, vim, Apache, Perl, Python, MySQL, PostgreSQL, Django: Meine Entwicklungsumgebung steht wie erwartet schon kurz nach der Installation. Das Mounten von SSH-Shares funktioniert dank sshfs/fuse sogar ohne zusätzliche Software. Aber als Apple-Nutzer frage ich mich natürlich instinktiv: Was ist mit den Apps?
Alles in allem: Es könnte gehen, aber das YoDL wird auch bei mir noch etwas auf sich warten lassen.