Katastrophenschutz

Seit eine kommunistische respektive russische Invasion nicht mehr unmittelbar droht, rechnet die deutsche Bevölkerung überhaupt nicht mehr mit ernstzunehmenden Katastrophen:

Wie wenig Menschen heutzutage überhaupt mit Katastrophen umgehen können, stellte Henning Goersch von der Katastrophenforschungsstelle der Universität Kiel anhand der Stromausfälle im Münsterland 2005 (mehrere Tage, 250.000 Betroffene) und im Emsland (eine Stunde, 10 Millionen Betroffene) dar. Wütende Anrufe bei der Polizei, gefälligst den Strom ins Haus zu bringen, waren die Folge. Als Konsequenz aus dem Stromausfall im Münsterland gaben die Betroffenen an, nun besser vorgesorgt zu haben. Nachfragen der Katastrophenforscher ergaben, dass vor allem die Vorräte in Kühltruhen aufgestockt wurden.

Ähnlich ist es um das Katastrophenbewusstsein in Deutschland bestellt. Eine repräsentative Umfrage ergab 2008, das 32,88 Prozent der Deutschen glauben, ausreichend Vorsorge für Katastrophen getroffen zu haben. Tatsächlich hatten davon nur 2,2 Prozent tatsächlich einen ausreichenden Nahrungs- und Wasservorrat angelegt sowie Decken und Taschenlampen im Haus. Der Rest verwechselte abgeschlossene Versicherungen mit Vorsichtsmaßnahmen.

Volle Kühltruhen und ausreichender Versicherungsschutz – das ist doch eine angenehm entspannte Vorsorge für den Fall der Fälle. Immerhin gibt es auch für den Tag des jüngsten Gerichts eine passende Versicherung.